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Hirsch's Deutschland Weinreise

„Die schönsten Weinbaugebiete Deutschlands“

Kürzlich war der deutsche Wein in den schönsten Gebieten das Ziel des VORARLBERGER SOMMELIERVREINS.
Fünf Tage lang besuchte man die bekannten, sehr reizvollen Weinbaugebiete RHEINHESSEN, MOSEL und PFALZ.


Im Weinberg St. Antony mit Felix Peters


Das erste Ziel war das Weingut St. Antony im idyllischen Nierstein/Rhein. Felix Peters persönlich begrüßte mit Riesling 2009 „Bodenschatz“, einem erfrischenden Sommerwein. Bemerkenswert sind die 17 Hektar Steillagen bei einer gesamten Rebfläche von 40 Hektar, somit ist St. Antony der größte Betrieb in Rheinhessen.
Eine 1 ½ stündige Fahrt in die berühmten Lagen, die Weinorte und eine unvergessliche Aussicht auf die einzigartige Reblandschaft zeigten einmal mehr, was man hier unter „Steillage“ versteht.
Übernachtet wurde im Hotel Aumüller – Traube in Rüdesheim – in einmaliger Lage am Ende der Altstadt in unmittelbarer Nähe zur berühmten Drosselgasse.

Der nächste Tag begann mit der Fahrt an die Mosel.
Die Weinlandschaft der Mosel, Saar und Ruwer ist ein Gebiet der Superlative. Hier kreieren Winzer Spitzenweine, hier gründeten die Römer die älteste Stadt Deutschlands, hier findet man eine gelungene Verbindung von alter Kultur und lieblicher, spektakulärer Natur. Mehr als 240 Kilometer lang hat sich die Mosel innerhalb Deutschlands in tiefe Schluchten und unzählige Windungen in das Gebirge gegraben, bis sie bei Koblenz in den Rhein mündet. Der mit 68 Grad Neigung steilste Weinberg Europas, der „Bremmer Calmont“ liegt im größten, geschlossenen Steillagengebiet der Welt. Etwa die Hälfte der Moselweinlagen, der rund 10.000 Hektar, werden mit viel Sorgfalt und Handarbeit bearbeitet. Die steilen Hänge und Terrassen mit ihrem milden Mikroklima und dem Wärmespeichernden Schieferböden sind das ideale Terroir für die Reben, die an der Mosel einzigartige, feinfruchtige, delikate Weine hervorbringen.


Mosel Eindrücke

In Schweich wurden wir schon von Claudia Porten und den Winzern Jürgen Hansjosten und Markus Longen-Schlöder erwartet und gleich in die Höhen der Steillagen an der Mosel gebracht. Der „Schweicher Annaberg“ bot eine erste, sensationelle Aussicht auf die Mosel mit den berühmten Weinorten Schweich und Longuich an ihrem Ufer.
Während der ausführlichen Erklärungen wurden zwei Schaumweine zu Begrüßung eingeschenkt.
RIESLING SEKT 2007 Brut „Longuicher Herrenberg“ von Hansjosten und
SPÄTBURGUNDER ROSÉ 2008 Brut von Longen-Schlöder.
Dazu servierte man Canapées mit Wingertkäse und Schmalz.

Jürgen Hansjosten ist bestrebt die Sortentypizität der reifen Trauben in die Flasche zu bringen mit mineralischen, terroirbetonten Noten. Mit 50% Riesling ist das die wichtigste Rebsorte, der Rest ist mit 25% Rivaner, 10% Weißburgunder, Spätburgunder und Dornfelder bepflanzt.
Mit moderner Technik der heutigen Zeit im Weingarten und Keller entstehen Weine wie man sie gerne hat – diese wurden dann neben den Rüttelpulten verkostet.

Das nur wenige Schritte entfernte Weinkulturgut Longen-Schlöder wurde zu Fuß erreicht. Dort erwarteten uns Sabine und Markus Longen-Schlöder in ihrem „Vineria-Vinothek-Restaurant“ zum Mittagessen mit Weinprobe. Dort dreht sich alles um den Wein und den Genuss der kreativ-regionalen Küche. Diese „Vineria“ ist ein Treffpunkt für Wein- und Kulturgenießer – ob Kunstausstellungen, kulinarische Weinprobe, Wein und Literatur, Wein und Mode, Wein und Musik – alles Aktivitäten rund um den Wein, Genuss und Lebensfreude.
Uns wurde auf fein gedeckten Tischen ein 3gängiges Mittagsmenü mit je 2 Weinen serviert.
Vorspeisenvariation, bestehend aus Lachstartare, Melone, Salatbukett, Gewürzschinken und Herler Bauernkäse, dazu harmonierte Weißburgunder 2009 und Sauvignon blanc 2009.

Interessantes Detail am Rande: Von etwa 4000 Winzern an der Mosel pflanzen 10 Sauvignon blanc!

Als Hauptgericht kam Spießbraten „Hundsrücker Art“ mit Speckböhnchen und Kartoffelplätzchen auf den Tisch – dazu Spätburgunder 2008 und Riesling 2009 „Der Moderne“.
Zum Dessert „Weingartenpfirsichparfait und Erdbeersalat“ – dazu Riesling 2007 „Weißweinkönigin“ und Riesling 2006 „Selektion“.

Der weitere Nachmittag wurde an die Saar verlegt, nach Wiltingen zum Weingut Van Volxem. Dort begrüßte uns auf einer großen Wiese mit seinen Spitzenlagen im Hintergrund Roman Niedwodnicanski. Mit einem überzeugenden Vortrag über seine Tätigkeit, gespickt mir einigen Aussagen die mehr als polarisierend wirkten, hatte er die Zuhörer auf seiner Seite.


Roman Niewodnicanski von VAN VOLXEM

Gegenüber der Kirche, im historischen Zentrum von Wiltingen liegt das Weingut Van Volxem, das seit dem 18. Jahrhundert über große Parzellen der besten Steillagen der Saar verfügt – Wiltingen, Schwarzhofberger, Gottesfuß, Volz, Kanzen, Altenberg und Wawern Goldberg. 98% der 42 Hektar Steillagen sind mit Riesling bepflanzt, das durchschnittliche Rebenalter liegt bei ca. 40 Jahren.
Anfang 2000 erwarbdieses traditionelle Weingut Roman Niewodnicanski, renovierte und restaurierte es und erweiterte es um einige Spitzenlagen. Seit 2004 verstärkt der junge, innovative Kellermeister Dominik Völkl das junge Team, um mit konsequentem Qualitätsstreben an frühere Erfolge wieder anzuschließen. Ziel des traditionellen Ausbaus der Weine ist die Bewahrung der Charakteristik der einzelnen Lagen.  Um die individuelle Stilistik der verschiedenen Terroirs zu bewahren und die seidige Textur der Weine nicht zu  zerstören, werdengrundsätzlich keine Reinzuchthefen verwendet. Das Ergebnis sind sehr bekömmliche, im Alkoholgehalt moderate, mineralische, finessenreiche Weine mit optimaler Rieslingfrucht – animierende, natürliche Weine mit eindeutigen Lagerprofil und großem Reifepotential.




Diese Weine durften wir in der prunkvollen Weinbibliothek verkosten und es kam zu Beginn gleich eine unglaubliche Seltenheit ins Glas – RIESLING 1943 von der Mosel!!
Auch blind war dieses Alter nie und nimmer zu erkennen, umso größer das Erstaunen um einen derartig alten, gereiften Wein von ganz besonderer Qualität mit noch vorhandener Frische, viel Aroma, Finesse und grandioser Reife.

 

 

Das Hotel Weingut Weis in Mertersdorf bei Trier, das in der romantischen Umgebung des Ruwertals liegt, inmitten der Weinberge des eigenen Weingutes, war für die nächsten Tage unser Daheim.

Der dritte Tag begann in Trier. Die Bischöflichen Weingüter begrüßten uns pünktlich, die Betriebsbesichtigung führte durch einen Teil der langen, insgesamt 700 Meter Kellergänge in allen Richtungen wo Platz für etwa 3 Mio. Flaschen ist, in einem kühlen Keller wurden dann neun Weine verkostet – 1 Weißburgunder und 8 Rieslinge.
Eine Führung durch die älteste Stadt Deutschlands war eine schöne Abwechslung, bevor am Nachmittag  das St. Laurentius Sektgut von Klaus Herrers in Leiwen an der Mosel besucht wurde.

Dieser Familienbetrieb gilt mittlerweile als Deutschlands Nr. 1, der mehrfach Bundessieger wurde, den der Bundespräsident mit seinen Gästen genießt, und den eine renommierte Jury als den besten Sekt Europas kürt – eine Erfolgsgeschichte die nach wie vor anspornt.  Heute stellt Klaus Herres jährlich rund 80000 Flaschen St. Laurentius Sekt nach Methode der klassischen Flaschengärung her. Riesling als klassische Rebsorte der Mosel liefert die Grundweine für die rassigen, anregenden und belebenden Sekte. Spezialitäten aus der Burgunder-Familie ergänzen die Angebots-Palette.
Sektherstellung bedeutet für Klaus Herres: „Die Veredelung von Wein zum Sekt“!
Die Flaschen werden über Kopf waagrecht auf die pulte gestellt und täglich um ein Viertel um die eigene Achse gedreht und so allmählich in eine senkrechte Position gebracht. Nach 20 Tagen hat sich die Hefe ganz im Kronenkorkbereich abgesetzt. Der Flaschenhals mit der darin angesammelten Hefe wird über Kopf in ein Gefrierbad getaucht. Nach einigen Minuten hat sich ein Eispfropfen gebildet, der die Hefe einschließt. Öffnet man nun die Flasche, schießt dieser heraus. In diesem Stadium bezeichnet man den vergorenen Grundwein als Rohsekt. Erst durch die anschließende Zugabe der so genannten Versanddossage, bestehend aus hochwertigen edelsüßen Wein, wird der Süßegrad bzw. die Geschmacksrichtung des edlen Getränks bestimmt.
Zwischen den Proben zeigte Klaus Herres wie man seine Produkte fachgerecht öffnet, bis hin zum Schwert.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die traumhaft schöne Aussicht auf die Moselschleife bei Trittenheim oberhalb von Leiwen – das war Moselromantik pur.


Moselschleife

Der vierte Tag begann in einer der bekanntesten Lagen der Mosel – im „Ürziger Würzgarten“.
Schon sehr früh begrüßte uns Andreas Schmitges in Ürzig.  Er wanderte mit uns weit hinauf in diese steile Lage und erklärte am Weg dorthin vieles über seine Heimat und die Herausforderungen seiner Winzerarbeit.  Andreas Schmitges versucht Jahr für Jahr den Lagencharakter der jeweiligen Weinberge exakt herauszuarbeiten. Dabei macht er sich die Individualität der verschiedenen Gesteinsarten, der verschiedenen Neigungswinkel zur Sonne und die unterschiedlichen Höhenlagen der Weinberge ebenso zu Nutze, wie die gestaffelte Lese bis in den November hinein. Nur so kann man das ganze Geschmacksspektrum dieser einzigartigen Mosel-Steillagen-Rieslinge spürbar machen. Nirgendwo sonst auf der Welt wachsen Weine mit solch leichten Alkoholgehalten von 6,5 bis 8,5 Vol.% mit solch mineralischem Charakter, feinen Fruchtaromen, nachhaltigem Geschmack und einem enormen Reifepotential. Nach etwa einer halben Stunde oben angekommen wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt, eine lange Reihe an Weingläsern mit köstlichem Riesling gefüllt wartete, verkostet zu werden.
Die Verkostung fand etwas später im Weingut in Erden statt. Sehr ansprechend gedeckte Tische waren dafür vorbereitet worden. Acht Rieslinge kamen nach und nach in die Gläser.
Es war wieder eine Verkostung von unvergesslicher art wie man sie nur hier an Ort und Stelle erleben kann und wo sehr deutlich wird, welch` hochklassige Qualitäten heute in diesem Weinbaugebiet möglich sind.

Nach wenigen Fahrminuten zu nächsten Ort Bernkastel-Wehlen war das Weingut von Markus Molitor erreicht.
Mit über 38 Hektar Steillagen, die größtenteils mit alten Reben bestockt sind, zählt das Weingut zu den größten Familiengeführten Weingütern an der Mosel. Die steilsten Hanglagen erreichen 80% Neigung und sind damit nicht maschinell befahrbar. Der größte Teil der Weinbergsarbeit erfolgt manuell. Durch die Vielfalt der Schieferböden und den Mikroklima repräsentieren die Molitor-Weine sämtliche Spielarten des Moselweines. 94% der Rebfläche sind mit Riesling bestockt, 3% mit Spätburgunder und 3% mit Weißburgunder.
Zur Verkostung wurden wir ins helle Zelt gebeten. Weinakademikerin Kathrin Friedrichs erklärte gleich zu Beginn, dass es nicht möglich sei den Jahrgang 2009 zu verkosten, da dieser noch nicht gefüllt sei – etwas ungewöhnlich am 12. Juni 2010. 11 Rieslinge von 2008 bis 2003 lösten allerhand unterschiedliche Meinungen aus.


Weingut Dr. Loosen

Nach einer kurzen Pause im romantischen, sehenswerten Bernkastel, wartete das gleichnamige Schiff, um uns flussaufwärts nach Traben-Trabach zu bringen. Die Verkostung der Weine vom Weingut Dr. Loosen war ein weiteres großes Erlebnis.
Kaum hatte das Schiff abgelegt wurden wir von Sommelier Michael Stahlmann begrüßt und über das Weingut Dr. Loosen ausführlich informiert.  Seit über 200 Jahren im Familienbesitz erzeugt man hier in den berühmten Lagen der  Mittelmosel einzigartige, große Rieslinge mit enormem Potential. Schon 1868 wurden alle Hauptweinlagen des Weingutes als „Erste Lagen“ ausgewiesen. Heute wird bewusst auf diese bewährte Klassifikation gesetzt, seit 1988 wurden ausschließlich Rieslinge aus den klassifizierten Weinlagen als Einzellagen abgefüllt, während alle übrigen Weine als Gutsrieslinge bezeichnet werden. Die fruchtig ausgebauten Rieslinge aus den ersten Lagen werden weiterhin unter den traditionellen Prädikatsbezeichnungen vermarktet. Hier ist es wichtig, die geschmacklich unterschiedlichen Weinstile wie den eines leichten Kabinetts, einer fruchtsüßen Spätlese oder einer vollmundigen Auslese mit oder ohne Botrytis zu erhalten. Mit dieser kompromisslosen Weinphilosophie ist Ernst Loosen darum bemüht Weine herzustellen, die unmissverständlich mit den Begriffen Riesling, Mosel und Dr. Loosen verbunden werden.
Flussaufwärts, am Weingut vorbei, kommt der erste von 9 Rieslingen ins Glas. Kleine Häppchen dazwischen runden die Fahrt und Verkostung ab.
Zum Abschuss wurden wir noch mit einer außergewöhnlichen Überraschung konfrontiert –
RIESLING 1981 „Erdener Treppchen“ Spätlese – ein grandioser Wein, wo wir dem Jahrgang sehr nahe kamen!

Im Treffpunkt für Genießer, dem Gourmetrestaurant „Cavallerie“ in Traben-Trabach war zum Abendessen reserviert. In diesem kleinen, attraktiven, schnörkellosen Restaurant mit modernem, gradlinigem Ambiente sollte uns ein kulinarisches Highlight erwarten – so war es dann auch. Edel gedeckte Tische und ein viel versprechendes Menü mit Weinfolge erweckte die Neugierde. Die quirlige, hübsche und charmante Dame im Service verwöhnte uns Gäste so wie wir es gerne haben. Ein großes Erlebnis aus Küche und Keller.

Der fünfte und letzte Tag führte in die Pfalz, nach Deidesheim. Die Fahrt war geprägt von wunderschöner Weinlandschaft durch bildhaft schöne Weinorte.
Der Winzerverein in Deidesheim war das erste Ziel, Kellermeister Bruno Klüpfel zeigte einen Betrieb wo mehr als 180 Winzer 172 Hektar Rebfläche bewirtschaften. Etwa 67% der Weingartenfläche ist mit Riesling bepflanzt, auch Rivaner, Gewürztraminer, Morio-Muskat, Chardonnay, Grau- und Weißburgunder erzielen achtbare Ergebnisse. Neben den Klassikern Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser zeigen auch Rebsortern wie Regent, Merlot und Cabernet Sauvignon gute Ergebnisse. Diese Genossenschaft mit Weinguts-Charakter hat sich einem hohen Qualitätsstandart verschrieben um den berühmten Weinbauort Deidesheim gerecht zu werden. Die gesamte Jahresproduktion wird ausschließlich als  Flaschenwein oder Sekt vermarktet, 37% vor Ort, 44% im Fachhandel, der Gastronomie und Lebensmittelhandel, 19% gehen in den Export.
Im schmucken Städtchen Deidesheim hat der Weinbau eine lange Tradition. Mit dem Riesling genießt Deidesheim einen weltweit ausgezeichneten Ruf. An der Mittelhardt, am Rande des Haardtgebirges, nicht weit vom Rhein, scheint die Sonn wie nirgendwo sonst in Deutschland, die Weinberge sind hier durch ein großes Waldgebiet geschützt. Vorherrschend ist hier verwitterter Buntsandstein, der je nach Lage Anteile von Lehm, Geröll, Kalk oder Ton enthalten kann.  Dass die Reben in leichte Böden zu dem tiefer wurzeln müssen, um sich mit Feuchtigkeit zu versorgen, fördert die Aufnahme von Mineralien. Alles in allem optimale Bedingungen für exzellente Weine.  14 Weine wurden zwischen den Fassreihen zur Verkostung angeboten.

Das Top-Restaurant „Schwarzer Hahn“ des berühmten „Deidesheimer Hof“ wurde vom  Feinschmecker-Magazin unter die Top Ten der deutschen Trendküchen gewählt und Küchenchef Stefan Neugebauer zum „Aufsteiger des Jahres“!  In diesem Hause war zum Mittagessen reserviert!!!!  Große Vorfreude!
Im historischen „Cyriakusgewölbe“ warteten elegant gedeckte Tische in heimeliger Atmosphäre. Genussreiche Erlebnisse in Form eines 4gängigen Menüs kamen auf den Tisch, es war ein erholsamer, gemütlicher Sonntag-Mittag, bevor das letzte Weingut dieser Reise auf uns wartete.
Nur wenige Schritte entfernt, wartete das Weingut Dr. Deinhard.
Herr Ratgeber erzählte die Geschichte des Traditionshauses und führte in die tiefen Keller zu den großen Holzfässern und modernen Tankhallen. Am Weg durch den Gutskeller begegnet einem auch ein prachtvolles Hochzeitsfass mit der Pfälzer Weisheit „Von der Wiege bis zur Bahre, trinken ist das einzig Wahre“!!
Hier im Weinbaubetrieb Mittelhardt-Deutsche Weinstraße herrscht fast ein mediterranes klima, die Böden sorgen für die feinen Geschmacksnuancen und sind somit die beste Grundlage für Weine mit individuellen Charakter, die auf rund 40 Hektar Deinhard`scher Weinberge wachsen. „Die Natur allein macht noch keinen guten Wein“, aber wir haben Glück, denn die optimalen Voraussetzungen ebnen den Weg zum Ziel. Qualitätsstreben ohne Kompromisse. Klasse statt Masse ist hier kein leerer Spruch. Der reine Charakter von Sorte und Lage bleibt unverfälscht. Wertvolle Fruchtsäuren die den Geschmack entscheidend prägen, bleiben erhalten. Darauf wird schon Jahrzehnte ganz besonders geachtet.
Der Respekt vor dem Riesling gehört zum Stil des Hauses, immerhin sind 80% der Rebfläche mit dieser Rebsorte bepflanzt. Je nach Jahrgang und Lage zeigt dieser König der Weißweine mal filigran, mal muskulös, doch immer frisch, elegant und rassig.
Die anschließende Weinprobe wurde zur konzentrierten Reise durch die Geschmacks- und Aromawelt des Pfälzer Rieslings. 10 Weine kamen in die Gläser.

In diesen fünf wunderschönen, ereignisreichen Tagen mit unglaublich vielen Erlebnissen konnte man einen kleinen Einblick in die Deutsche Weinwelt bekommen. Die Vorfreude wurde bei weitem übertroffen, neben den hochklassigen Weinen und reizvollen Landschaften lernten wir viele wunderbare Menschen kennen, die wie wir hochklassige Weine schätzen und die es verstehen, sich am Genuss der edlen Rebensäfte zu erfreuen.


Mit freundlichen Grüßen aus dem deutschen Weinland,

        Willi Hirsch


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